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Das Ulmener Maar Drucken E-Mail
Erdwölbungen als Ursache eines Magmaaufstiegs werden nach wie vor von Fachleuten intensiv untersucht. Dennoch sind die Wissenschaftler derzeit kaum zu Prognosen in der Lage, ob sich daraus ein Vulkan oder ein Maar entwickelt. Aber schon seit längerem haben sie erkannt, dass eine wichtige Voraussetzung für eine Maarentstehung Wasser darstellt, das auch danach noch ein Typenmerkmal derartiger Eruptionsformen ist. Nun fehlt es hier an Platz, um auf die speziellen Eigenarten der verschiedenen Maare der Westeifeler Gruppe, die zusammengefasst oft auch gerne als „Dauner Maare“ bezeichnet werden, näher einzugehen. Vom Ulmener Maar berichten uns wissenschaftliche Untersuchungen, dass dessen Wasserzirkulation sich gravierend von der seiner Geschwister unterscheidet. Während zum Beispiel die Verweildauer des Wassers im benachbarten Pulvermaar etwa 64 Jahre beträgt, verbleibt es in unserem Maar gerade einmal ein Jahr.
Die Ursache dafür erkennt man in einer hohen Abflussrate, die insbesondere durch eine Entnahme für die Trinkwasserversorgung beeinflusst wird. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Temperaturprofile der unterschiedlichen Wasserschichten. So sinkt zum Beispiel die durchschnittliche Wassertemperatur unseres Maares bei 20 bis 25 Metern Tiefe auf etwa fünf Grad Celsius ab, während alle anderen Maare diesen Wert bereits nach 10 bis 15 Metern erreichen. Aber auch sein Alter und seine Uferregion unterscheiden sich zum Teil deutlich von anderen Maaren.
Falls wir Ihr Maarinteresse geweckt haben, empfehlen wir Ihnen weitere Internetseiten im Anschluss. Dazu kann auch die wissenschaftliche Schriftreihe: „Wetter, Klima, Menschheitsentwicklung“ (ISBN 978 – 3- 8062 – 2268 – 5) sehr hilfreich sein, die sich mit den Strukturen unserer Eifelmaare näher auseinandersetzt.
Einen Spaziergang ums Ulmener Maar finden Sie hier:  Link: Maarspaziergang
 
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